{"id":99,"date":"2007-08-27T10:52:56","date_gmt":"2007-08-27T08:52:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-motive-sehen-gesamtwerk\/"},"modified":"2007-08-27T10:52:56","modified_gmt":"2007-08-27T08:52:56","slug":"edgar-degas-motive-sehen-gesamtwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-motive-sehen-gesamtwerk\/","title":{"rendered":"Edgar Degas Motive sehen Gesamtwerk"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/edgar-degas-erinnern-wiederholen-durcharbeiten.pdf\"><font size=\"1\" face=\"verdana\">Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten als Druckversion (PDF mit Abb. u. Fn. 1.978 KB)<\/font><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"10\" height=\"20\" alt=\"spacer\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" \/><\/p>\n<h2>Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten in Edgar Degas\u2019 Werkprozess<\/h2>\n<p><small>in: Logik der Bilder. Pr\u00e4senz &#8211; Repr\u00e4sentation &#8211; Erkenntnis. Gottfried Boehm zum 60. Geburtstag, hrsg. von Richard Hoppe-Sailer, Claus Volkenandt und Gundolf Winter, Berlin 2005, S. 35-51.<\/small><\/p>\n<blockquote>\n<blockquote><p><em>&#8222;Wie viele neue Dinge ich gesehen habe, welche Pl\u00e4ne das in meinen Kopf gesetzt hat! Und doch gebe sie schon wieder auf, ich will nichts weiter als meinen Winkel, in dem ich liebevoll graben kann. Die Kunst weitet sich nicht aus, sie wiederholt und verdichtet sich. Und wenn Sie um jeden Preis Vergleiche m\u00f6gen, so werde ich Ihnen sagen, dass man, um gute Fr\u00fcchte hervorzubringen, sich am Spalier aufbinden muss. Da bleibt man sein ganzes Leben, die Arme ausgebreitet, den Mund offen, um mit dem zu verschmelzen, was vor\u00fcberkommt, was einen umgibt, um davon zu leben.&#8220; <\/em> (Degas an Lorenz Fr\u00f6lich, 27. November 1872)<br \/>\n<em>&#8222;Nicht im Salon enden, das Leben anderswo verbringen \u2013 in der K\u00fcche.&#8220; <\/em> (Degas an Paul Bartholom\u00e9, 9. September 1882)<\/p><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<h3>Kapitel I: Einleitung<\/h3>\n<p>Was hei\u00dft es, sich in Degas&#8216; \u0152uvre zu orientieren, das mit \u00fcber 1500 Gem\u00e4lden und Pastellen, mehreren tausend Zeichnungen, einem reichen druckgrafischen Werk und hunderten von Skulpturen schon in seinem Umfang kolossal ist? Was hei\u00dft es, sich in seinem Denken zu orientieren, das bestimmten Ideen und Absichten jahrzehntelang treu blieb, selbst \u00fcber die verschiedenen Perioden hinweg, in die man das Werk r\u00fcckblickend einzuteilen versucht? Welche Motive werden erkennbar, wenn man unter Motiv nicht nur den gegenst\u00e4ndlichen Vorwurf der Bilder versteht, sondern zugleich die Motivation, dieselben Sujets immer wieder aufzugreifen? Mit dem schlichten Wunsch, sich k\u00fcnstlerisch mitzuteilen, ist Degas\u2019 \u0152uvre kaum zu erkl\u00e4ren. \u00dcber ein halbes Jahrhundert k\u00fcnstlerisch produktiv, erscheint die Zeitspanne von 1865 bis 1886, in der er seine Werke \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert, beinahe wie eine Anomalie, nach der er sich, ebenso menschenscheu wie unbek\u00fcmmert um \u00f6ffentliche Anerkennung, wieder in die Privatheit seines Ateliers zur\u00fcckzieht. Besonders das Sp\u00e4twerk verdeutlicht, dass der Rahmen des Visuellen \u00fcberschritten wird. Denn an beiden Enden der Kommunikationskette steht eine Form von Unsichtbarkeit: auf der einen Seite die Verborgenheit der Werke, auf der anderen Seite die zunehmende Erblindung des K\u00fcnstlers. Letztere beendet seine Arbeit indessen keineswegs, sondern akzentuiert sie lediglich um. Sie h\u00e4lt ihn nicht einmal davon ab, Ausstellungen zu besuchen, wie der bewegende Bericht \u00fcber den fast 80j\u00e4hrigen Degas belegt, der t\u00e4glich die Retrospektive des verehrten Ingres besucht, um die Bilder abzutasten, die er kaum mehr sehen kann. Degas\u2019 Werk handelt von mehr als dem Sehen, so wie jene \u201eFolge von Operationen\u201c, als die er das Kunstwerk definiert, auf etwas zielt, was die Form \u00fcbersteigt. Um sich diesem Mehr und Anderem zu n\u00e4hern, m\u00fcssen die Prozesse der Bildentstehung ins Auge gefasst, das Gemachte aus dem Blickwinkel des Machens betrachtet werden, bis zu dem Punkt, insbesondere das Sp\u00e4twerk als ein einziges <em>work in progress <\/em>zu begreifen.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" alt=\"punkt\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/punkt.gif\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-motive-sehen-gesamtwerk\/\">Kapitel I: Einleitung<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" alt=\"Edgar Degas - Pfeil\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pfeil.gif\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-tanz-landschaften-spaetwerk\/\">Kapitel II: &#8222;Le vague&#8220;<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-koerper-bewegung-ornament\/\">Kapitel III: Bild und Bewegung <\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-moderne-beruehrung-technik\/\">Kapitel IV: Sehen und Ber\u00fchren<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/edgar-degas-wiederholung-serialitaet-picasso\/\">Kapitel V: Die Metonymie des k\u00fcnstlerischen Aktes<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px\"><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"10\" height=\"20\" alt=\"spacer\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px\"><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/edgar-degas-erinnern-wiederholen-durcharbeiten.pdf\">Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten als Druckversion (PDF mit Abb. u. 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