{"id":625,"date":"2011-06-19T10:09:27","date_gmt":"2011-06-19T08:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/?p=625"},"modified":"2011-06-19T10:09:27","modified_gmt":"2011-06-19T08:09:27","slug":"werk-spiel-offenheit-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelluethy.de\/scripts\/werk-spiel-offenheit-sinn\/","title":{"rendered":"Werk Spiel Offenheit Sinn"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/einsatz-der-autonomie.pdf\"><span style=\"font-family: verdana; font-size: xx-small;\">Der Einsatz der Autonomie als Druckversion (PDF mit Abb. u. Fn. 3.054 KB)<\/span><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" alt=\"spacer\" width=\"10\" height=\"20\" \/><\/p>\n<h2>Der Einsatz der Autonomie. Spieldimensionen in der Kunst der Moderne<\/h2>\n<p><small>in: Faites vos jeux! Kunst und Spiel seit Dada, Katalog Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz; Akademie der K\u00fcnste, Berlin; Museum f\u00fcr Gegenwartskunst, Siegen, hrsg. von Nike B\u00e4tzner, Ostfildern-Ruit 2005, S. 37-46.<\/small><\/p>\n<h3>2. Das Werk als Spiel<\/h3>\n<p>Auch im Spiel der Kunst zeigen sich die beiden unterschiedlichen Bedeutungsebenen, die dem Begriff des Spiels eigen sind. Denn es kann sowohl transitiv verstanden werden, als &#8222;spielen mit etwas&#8220;, als auch intransitiv, so wie man vom Spiel der Wellen oder des Lichtes spricht. Auch das Kunstwerk spielt mit dem, worauf es sich bezieht &#8211; mit der Wirklichkeit, der Wahrheit, seinen eigenen materiellen Bestandteilen, mit dem Betrachter usw. In seiner f\u00fcr die Moderne spezifischen Offenheit und Mehrdeutigkeit inszeniert es jedoch zugleich eine irrlichternde Ungerichtetheit, eine in sich zur\u00fccklaufende Bewegung, die gerade darauf angelegt ist, nicht stillgestellt werden zu k\u00f6nnen. Materialit\u00e4t und Sinn, Offenheit und Geschlossenheit, Mittel und Zweck, Selbstbezug und Fremdbezug (und andere Entgegensetzungen mehr) oszillieren in einem Hin und Her, dessen Pointe darin besteht, in keiner Synthese aufgehoben werden zu k\u00f6nnen. Der Spielraum der modernen Kunst organisiert sich folglich nicht mehr um die klar bestimmten Pole von Sein und Schein, sondern entwirft ein Feld, in dem sich best\u00e4ndig neue innere und \u00e4u\u00dfere Bez\u00fcge kn\u00fcpfen lassen. Gerade darin entdeckt die Kunst der Moderne ihre irreduzible Eigenart. Indem sie potenziell alles in ihr Spiel hineinzieht, entfaltet sie ihren Sinn als Spiel mit dem Sinn. Die in der Ausstellung versammelten Kunstwerke verdeutlichen allerdings, dass zwischen dieser prinzipiellen Analogie zwischen Kunst und Spiel und der konkreten Bezugnahme auf au\u00dferk\u00fcnstlerisch vorhandene Spiele unterschieden werden muss. Viele der gezeigten Werke konstruieren oder imitieren ein Spiel, oder sie integrieren Spielger\u00e4t in ihre Anordnung. Dazu geh\u00f6ren Marcel Broodthaers W\u00fcrfel und Roland Stratmanns Puzzles, Mike Kelleys Stofftiere und Carsten H\u00f6llers Schaukeln. Solche Werke sind folglich doppelt codiert. Sie beziehen sich auf die Welt der Spiele, zugleich aber auf jene prinzipielle Analogie zwischen Spiel und Kunst. In einer selbstreflexiven Potenzierung spielen sie mit dem Spiel.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/kunst-spiel-illusion-repraesentation-autonomie\/\">1. Einleitung<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/punkt.gif\" alt=\"Kapitel\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/werk-spiel-offenheit-sinn\/\">2. Das Werk als Spiel<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pfeil.gif\" alt=\"Kapitel\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/fischli-weiss-lauf-der-dinge-signer\/\">3. Das Spiel mit dem Betrachter<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/kuenstler-spieler-rolle-duchamp\/\">4. Der K\u00fcnstler als Spieler<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/kunst-spiel-ernst-caillois-pfaller\/\">5. Res\u00fcmee<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px;\"><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" alt=\"spacer\" width=\"10\" height=\"20\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px;\"><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/einsatz-der-autonomie.pdf\">Der Einsatz der Autonomie als Druckversion (PDF mit Abb. u. Fn. 3.054 KB)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einsatz der Autonomie als Druckversion (PDF mit Abb. u. Fn. 3.054 KB) Der Einsatz der Autonomie. Spieldimensionen in der Kunst der Moderne in: Faites vos jeux! Kunst und Spiel seit Dada, Katalog Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz; Akademie der K\u00fcnste, Berlin; Museum f\u00fcr Gegenwartskunst, Siegen, hrsg. von Nike B\u00e4tzner, Ostfildern-Ruit 2005, S. 37-46. 2. 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