{"id":303,"date":"2009-01-08T09:54:59","date_gmt":"2009-01-08T07:54:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/?p=303"},"modified":"2009-01-08T09:54:59","modified_gmt":"2009-01-08T07:54:59","slug":"arnold-gehlen-mensch-maengelwesen-kunst-funktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelluethy.de\/scripts\/arnold-gehlen-mensch-maengelwesen-kunst-funktion\/","title":{"rendered":"Arnold Gehlen Mensch M&#228;ngelwesen Kunst Funktion"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/arnold-gehlen.pdf\"><span style=\"font-family: arial; font-size: xx-small;\">Arnold Gehlen &#8222;Zeit-Bilder&#8220; als Druckversion (PDF 412 KB) <\/span><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" alt=\"spacer\" width=\"10\" height=\"20\" \/><\/p>\n<h2>Die innere Galeere der Freiheit. Zu einigen Motiven in Arnold Gehlens &#8222;Zeit-Bildern&#8220;<\/h2>\n<p><small>in: Neue Z\u00fcrcher Zeitung, Nr. 159, 12.\/13.7.1997, S. 66.<\/small><\/p>\n<h3>Kapitel II: Die Kunst als F\u00fchrungselement<\/h3>\n<p>In seinem Hauptwerk &#8222;Der Mensch&#8220; (erstmals erschienen 1940) definiert Gehlen den Menschen als &#8222;M\u00e4ngelwesen&#8220;, das, um sich im Dasein zu halten, rechtlicher, religi\u00f6ser und sittlicher &#8222;Institutionen&#8220; bedarf. In den &#8222;Institutionen&#8220; als gesellschaftlichen Tatsachen verk\u00f6rpern sich die massgeblichen &#8222;F\u00fchrungsideen&#8220; einer Kultur oder einer Gesellschaft. Sie geben dem Menschen die n\u00f6tige Orientierung und &#8222;entlasten&#8220; ihn vom Daseinsdruck. Gleichzeitig dienen sie dazu, seine &#8222;Antriebsenergie&#8220; so zu lenken, dass sie nicht ziellos oder sogar gef\u00e4hrlich wird. &#8211; Die Kunst steht f\u00fcr Gehlen im Dienst dieser F\u00fchrungsstruktur. Ihr kommt die doppelte Aufgabe zu, die herrschende Macht zu repr\u00e4sentieren und zugleich die Auffassungen jedes Einzelnen zu bestimmen. So heisst es in &#8222;Zeit-Bilder&#8220;:<\/p>\n<p>&#8222;Keine Macht, welche sich zur Herrschaft im entschiedenen Sinn berufen f\u00fchlt, kann darauf verzichten, das Bewusstsein des Menschen zu besetzen, und die Endg\u00fcltigkeit ihres Anspruchs dr\u00fcckt sich darin aus, dass sie dieses Bewusstsein vollst\u00e4ndig bestimmt: also bis in die Anschauungen hinein. Was daher, vom einzelnen Menschen her gesehen, als Aussenhalt des Inneren erscheint, stellt sich von den Institutionen aus als Repr\u00e4sentation dar; denn sie verk\u00f6rpern sich in sichtbaren und daseinsm\u00e4chtigen Symbolen, unter denen die K\u00fcnste stets einen hohen Rang einnahmen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Kunst hilft also t\u00e4tig mit, das Innere des Menschen mit dem Anspruch der Macht in \u00dcbereinstimmung zu bringen. Wenn das gelingt und die &#8222;Institutionen&#8220; sich im Innern des Einzelnen spiegeln, dann herrscht die &#8222;Fraglosigkeit des Normnat\u00fcrlichen&#8220;. Der Mensch befindet sich &#8222;normativen Gleichgewicht&#8220;.<\/p>\n<p>Indem Gehlen die Kunst als St\u00fctze der gesellschaftlichen Stabilit\u00e4t versteht, weist er ihr einen eindeutigen Zweck zu. Das \u00c4sthetische an der Kunst bezeichnet er als &#8222;folgenlos&#8220;. Relevant wird die Kunst erst, sobald sie nicht <em>l&#8217;art pour l&#8217;art<\/em>, sondern <em>&#8222;l&#8217;art pour le roi&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;pour l&#8217;eglise&#8220;<\/em> ist. Ihren Zweck kann sie also nur erf\u00fcllen, wenn sie sich &#8222;dienend&#8220; verh\u00e4lt. In ihrer h\u00f6chsten Form lebt sie als &#8222;prachtvoller Parasit der Herrschaft&#8220;, der sich &#8222;in Gehorsam, im Hinh\u00f6ren&#8220; \u00fcbt. So ist die Kunst in doppelter Weise auf das Geltende verpflichtet: als dessen normierte Spiegelung und als dessen normierende Festschreibung zugleich. Sie entspricht damit den \u00fcbrigen Elementen des &#8222;F\u00fchrungssystems&#8220;, die ebenfalls gleichzeitig &#8222;auf Aneignung und Kontrolle der Wirklichkeit hin gez\u00fcchtet&#8220; sind.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt allerdings zur Eigenart von Gehlens Kunstauffassung, dass diese nicht nur als Element der F\u00fchrung auftritt, sondern selbst f\u00fchrungsbed\u00fcrftig ist. Denn sie stellt, analog zum Menschen, ein &#8222;M\u00e4ngelwesen&#8220; dar. Ihr Mangel liegt in ihrer &#8222;fundamentalen Begriffslosigkeit&#8220;, sodass ihre Ausdrucksweise, die bildnerische Gestaltung in Form und Farbe, &#8222;ein irrationales blosses Datum&#8220; bleibt. Um der Irrationalit\u00e4t zu entkommen und rational zu sein &#8211; und &#8222;Rationalit\u00e4t&#8220; ist die Hauptforderung Gehlens an die Kunst -, muss sie sich an ausserbildlich vorgepr\u00e4gte Gehalte &#8222;anlehnen&#8220;.<\/p>\n<p>Aus der Perspektive des Logos-Mangels heraus entfaltet Gehlen die Geschichte der Kunst als Geschichte der jeweiligen &#8222;L\u00f6sung&#8220; ihres grundlegenden &#8222;Problems&#8220;. In der Feudalgesellschaft gelingt es ihr, indem sie sich f\u00fcr grosse heroisch-historische Auftritte zur Verf\u00fcgung stellt, in der Renaissance durch die Ausrichtung auf die mathematisch-geometrischen Wissenschaften, im b\u00fcrgerlichen Zeitalter schliesslich durch die realistisch korrekte Mimesis der allt\u00e4glichen Dingwelt.<\/p>\n<p>In der &#8222;nachb\u00fcrgerlichen Industriegesellschaft&#8220; der Moderne verfl\u00fcchtigen sich die M\u00f6glichkeiten der &#8222;Anlehnung&#8220;. Die Photographie l\u00f6st die Aufgabe der Realit\u00e4tsdarstellung besser, die Wissenschaft wird unanschaulich und damit der k\u00fcnstlerischen Imagination unzug\u00e4nglich, die Natur bildet nicht mehr die selbstverst\u00e4ndliche Umgebung des Menschen, und schliesslich l\u00e4sst die &#8222;unaufhaltsame Demokratisierung&#8220; die repr\u00e4sentative Funktion der Kunst &#8222;leerlaufen&#8220;. Dem freigesetzten K\u00fcnstler ohne jeden &#8222;Aussenhalt&#8220; bleibt nur der Weg ins Innere seiner Subjektivit\u00e4t. Kronzeuge f\u00fcr diese Wendung ist die Abstraktion, die den letzten Bezug zur Wirklichkeit, die Darstellung wiedererkennbarer Gegenst\u00e4nde, aus sich ausst\u00f6sst und auf diese Weise den &#8222;roten Faden der Bildlogik&#8220; verliert. Ohne Halt in der begrifflichen Rationalit\u00e4t wird das Bild zur\u00fcckgeworfen auf die reine Form, d.h. auf das zweck- und folgenlose \u00c4sthetische. Es bleibt nichts an ihr, &#8222;was in Moral, Erziehung, Dienst am Volke oder Weltanschauung umgesetzt werden k\u00f6nnte&#8220;.<\/p>\n<p>Damit hat die moderne Kunst ihre Daseinsberechtigung verwirkt. Sich dem m\u00f6glichen Einwand zuwendend, wie das dennoch anhaltende, ja sogar wachsende Interesse der \u00d6ffentlichkeit an der Kunst zu verstehen sei, erkl\u00e4rt Gehlen, dieses k\u00f6nne auch dem schon Abgestorbenen gelten, darin liege der Unterschied von Natur und Kultur: &#8222;Scheintot ist eine biologische, scheinlebendig eine kulturelle Kategorie.&#8220;<\/p>\n<p>Indem Gehlen die Kunst auf eine Aussensteuerung festlegt, durch die sie erst einen Sinn und einen Zweck erreicht, verwehrt er ihr gleichzeitig jede Freiheit und Autonomie, zudem jede Expressivit\u00e4t oder Emotionalit\u00e4t. Bildnerische Ausdrucksform, Subjektivit\u00e4t und Irrationalit\u00e4t werden gleichgesetzt. So kann Gehlen eine Kunst als &#8222;sinnentleert&#8220; und &#8222;abgestorben&#8220; bezeichnen, die sich, wie angeblich die Moderne, der blossen Subjektivit\u00e4t verschreibe. Doch bereits die vormoderne Kunst Michelangelos oder Rubens&#8216; bleibt missverstanden, wenn deren eigentliche, weil &#8222;rationale&#8220; Leistung in der Unterordnung unter das ausserbildlich Geltende gesehen wird, w\u00e4hrend die k\u00fcnstlerische Formulierung, die einen Rubens erst zu einem Rubens macht, als &#8222;irrationales blosses Datum&#8220; abgetan wird.<\/p>\n<p>Wie die Konzeption des Menschen als &#8222;M\u00e4ngelwesen&#8220; Probleme aufwirft, so auch die entsprechende Auffassung der Kunst. Wenn die Kunst tats\u00e4chlich an einem derart fundamentalen Mangel litte, wie ihn Gehlen in der Begriffslosigkeit und der daraus folgenden Irrationalit\u00e4t erblickt, dann wird unverst\u00e4ndlich, warum sie nicht l\u00e4ngst untergegangen ist. Ihr hartn\u00e4ckiges Fortbestehen in immer neuer Gestalt und unter immer neuen Bedingungen gibt vielmehr Anlass, ein eigenes, von nichts anderem zu leistendes Verm\u00f6gen zu bestimmen. Doch dieses besteht genau in dem, was Gehlen ihr nicht zubilligen will: in der M\u00f6glichkeit einer autonomen Stimme in Gestalt der bildnerischen Einbildungskraft, die als urspr\u00fcngliches Verm\u00f6gen keiner &#8222;Anlehnung&#8220; bedarf. Es kann sich nur entfalten, wenn die Kunst sich nicht auf die Mimesis des normativ Geltenden reduzieren l\u00e4sst. Erst indem die Kunst \u00fcber die Abh\u00e4ngigkeit von ihrem Entstehungszusammenhang reflektiert, gelingt ihr das Transzendieren der allt\u00e4glichen Bedingtheiten, das sie unvorhersehbar und ereignishaft werden l\u00e4sst. In der immer neu formulierten Beziehung zur Wirklichkeit und im Schwebezustand zwischen Realit\u00e4tsgebundenheit und Autonomie liegt das eigentliche Potential der Kunst.<\/p>\n<p>Gehlen hingegen sieht die Autonomie &#8211; w\u00f6rtlich die Eigengesetzlichkeit -, mit der die Kunst sich zur Wirklichkeit ins Verh\u00e4ltnis setzt, allein negativ als die &#8222;Abtrennung vom Bedingungslosen&#8220;. Auf diese Weise bleibt ihm die \u00e4sthetische Bedeutung der Kunst verschlossen &#8211; und auch die gesellschaftliche: Denn der Anspruch an den Betrachter, in einem Akt der Interpretation die Balance von Autonomie und Wirklichkeitsbezug, die das jeweilige Werk charakterisiert, nachzuvollziehen und zu deuten, erzeugt nicht nur die Lust der Betrachtung in ihrer Mischung aus Wirklichkeitserkenntnis und Verf\u00fchrung. Dieser Anspruch erschliesst dem Betrachter zugleich die aufkl\u00e4rerische und emanzipatorische Dimension der Kunst. Das Verstehen des Kunstwerks bedeutet n\u00e4mlich, auch das <em>eigene<\/em> Verh\u00e4ltnis zur Realit\u00e4t und den <em>eigenen<\/em> Realit\u00e4tsbegriff ins Spiel zu bringen und revidierbar zu halten. Davon aber kann Gehlen, der von der Kunst wie vom Menschen die Unterwerfung unter die &#8222;Fraglosigkeit des Normnat\u00fcrlichen&#8220; verlangt, nichts wissen wollen.<\/p>\n<p>Es ist weder plausibel noch erkenntnisf\u00f6rdernd, die Analyse und die Geschichte der Kunst von einem angeblichen Mangel her anzugehen. Doch das Mangelargument erf\u00fcllt eine strategische Funktion. Aus dem behaupteten Mangel folgt auf &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; Weise, dass die Kunst sich nicht aus sich selbst begr\u00fcnden kann und erst in der Ausrichtung auf das ausserhalb ihrer Geltende den n\u00f6tigen &#8222;Aussenhalt&#8220; findet, der ihr prek\u00e4res Dasein stabilisiert. Erst das Mangelargument bereitet den Boden f\u00fcr die sonst unbegreiflich bleibende Forderung nach Dienst und Gehorsam.<\/p>\n<p>Auf dieser Basis wird nun mit dem modernen K\u00fcnstler, der seine Rolle im &#8222;F\u00fchrungssystem&#8220; nicht mehr erf\u00fcllt, abgerechnet. Hier offenbart sich die eigentliche Intention des Buches, zudem zeigt sich das reaktion\u00e4re und autorit\u00e4re Denken seines Autors in aller Deutlichkeit. Gehlen beginnt mit der Vermutung, die Freiheit, die sich der moderne K\u00fcnstler errungen habe, sei gar nicht wirklich gegeben, sondern er werde nur in einer neuen Weise &#8222;eingeschn\u00fcrt&#8220;. Da der K\u00fcnstler keine Aussenbedingungen der Malerei mehr anerkennt &#8211; z.B. Natur\u00e4hnlichkeit, Tradition oder Ikonographie -, muss ihm notwendig das Bild selbst zur Inspirationsquelle werden. Es etabliert sich eine zirkul\u00e4re Kommunikation zwischen dem K\u00fcnstler und seinem Produkt.<\/p>\n<p>&#8222;Die ganze Produktion strebt tangential ins nicht Nachvollziehbare weg, das Sicheinw\u00fchlen in eine abgeschn\u00fcrt-immanente Entwicklung ist nicht mehr anzuhalten, es gibt f\u00fcr sie keine inneren Kontrollinstanzen mehr, geschweige denn \u00e4ussere. [\u2026] Das weder von aussen, von den Regeln der Gesellschaft und der Kunst, noch von innen her mehr kontrollierbare Innere findet seine eigenen Zwangsabfolgen, es verschlingt seine Geburten selbst und erzeugt sie bis ins Unendliche neu. [\u2026] Das ist es, was auf den hohen Ebenen von der ger\u00fchmten Freiheit des K\u00fcnstlers \u00fcbrig bleibt: die innere Galeere.&#8220;<\/p>\n<p>Was Gehlen hier beschreibt, ist das Abgleiten des K\u00fcnstlers in den einsamen Wahn, oder, wie es an anderer Stelle deutlicher heisst, in die &#8222;Psychopathie&#8220;. Zeugen eines solchen Prozesses sind K\u00fcnstler wie C\u00e9zanne, Kandinsky oder Picasso. Mondrian kommt als &#8222;Verschrobener&#8220; vergleichsweise gut weg, besondere Ablehnung trifft die expressionistischen &#8222;Normvernichter&#8220; und &#8222;Selbstverbrenner&#8220;. Solche K\u00fcnstler verletzen nicht nur jedes moralische Gef\u00fchl, sondern brechen selbst die &#8222;biologisch vorgegebenen Gestaltungsgesetze des Auges&#8220;.<\/p>\n<p>Wenn der moderne K\u00fcnstler so massiv gegen alles vorgeht, was &#8222;nat\u00fcrlich&#8220; ist, verkehrt sich die systemstablisierende Funktion der Kunst in ihr Gegenteil. Der moderne K\u00fcnstler provoziert nicht nur seine eigene &#8222;Pathologisierung&#8220;, sondern legt gleichzeitig &#8222;Sprengladungen an die kulturellen Grundmauern und St\u00fctzpfeiler.&#8220; In einer solchen Situation aber entsteht Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn sich so etwas durchsetzt, gibt es Ausstrahlungen: Das Verr\u00fcckte wird verst\u00e4ndlich und das Abnorme normalisiert, ganz allgemein und weit verbreitet gelangt das, was fr\u00fcher als widernat\u00fcrlich, verschroben, hemmungslos oder sonstwie als tangential beurteilt worden w\u00e4re, zur Eingew\u00f6hnung, und so wird es &#8222;Natur&#8220;. [\u2026] Wenn in breiten Bereichen das Normale und das Abnorme durcheinanderrinnen und innerhalb des letzteren wieder die echte und die unechte Abnormit\u00e4t ununterscheidbar werden; wenn der Standpunkt fester Abgrenzungen als &#8222;konventionell&#8220; schon fortgleitet, weil die &#8222;neue Nat\u00fcrlichkeit&#8220; die Psychopathen, Tr\u00e4umer und Infantilen einschliesst, dann wird die Frage der Anwesenheit der Psychopathie in der Kunst gar nicht mehr behandelbar [\u2026] Und gerade innerhalb dieser Konstellation erreicht heute die Kunst eine Originalit\u00e4t und Normentbundenheit, eine Bewegungsfreiheit und Penetranz wie kaum je zuvor.&#8220;<\/p>\n<p>Die Gef\u00e4hrlichkeit dieser Argumentation ist bekannt, sie hat bereits einmal ihre Durchschlagskraft bewiesen. Als die Nationalsozialisten zur S\u00e4uberung der Kunst von ihren &#8222;entarteten&#8220; Elementen ansetzten, war der Vorwurf an die K\u00fcnstler in den wenigsten F\u00e4llen politisch oder rassistisch begr\u00fcndet, sondern ging dahin, die gesamte Moderne als irr, verkindet und amoralisch zu diffamieren, und die Liquidierung geschah mit der Begr\u00fcndung, das Volk sei, um seiner Gesundheit willen, vor den Ausw\u00fcchsen dieses kranken Geistes zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/arnold-gehlen-zeit-bilder-kommentarbeduerftigkeit-aesthetik-soziologie\/\">Kapitel I: Einleitung<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/punkt.gif\" alt=\"Punkt Gehlen\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/arnold-gehlen-mensch-maengelwesen-kunst-funktion\/\">Kapitel II: Die Kunst als F\u00fchrungselement<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pfeil.gif\" alt=\"Arnold Gehlen Pfeil\" \/><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/scripts\/arnold-gehlen-nationalsozialismus-entartete-kunst-moderne\/\">Kapitel III: Stetigkeit des Denkens<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px;\"><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/img\/pixel.gif\" alt=\"spacer\" width=\"10\" height=\"20\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 15px;\"><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/arnold-gehlen.pdf\">Arnold Gehlen &#8222;Zeit-Bilder&#8220; als Druckversion (PDF 412 KB) <\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arnold Gehlen &#8222;Zeit-Bilder&#8220; als Druckversion (PDF 412 KB) Die innere Galeere der Freiheit. 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